
Oh Vater aus Gaza
Ich sehe dein Leid
Während du deine Kinder suchst unter dem Trümmern
Unerschütterlich Steine wegträgst
Mit deinen Händen gräbst.
Immer wieder rufst: „Salmaa… Salmaa…“
Andere bekunden dir ihr Beileid,
Aber du denkst nur an dein Eid:
Beschützen werde ich dich mein Kind
Niemals werde ich dich verlassen.
Nun liegst du unter den Trümmern,
Ich kann dich doch nicht da unten lassen.
Oh Vater aus Gaza,
Ich bewundere dich,
Dass du müde, traurig und voller Qualen.
Einmal nur dein Leid ausschreist,
Weinst, ein Moment nur an dein Leid denkst
und an Salmaa.
Dass du aber dann aufstehst
und die anderen suchen gehst,
Die auch unter den Trümmern sind.
Du freust dich,
wenn dein Nachbar sein Kind unter den Trümmern heraus zieht.
Du tröstest dich damit,
dass deine Kinder jetzt an einem besseren Ort sind.
Oh Vater aus Gaza,
Wie viele Qualen wirst du noch ertragen?
Wie viele Kinder noch in den Grab tragen?
In wie vielen Teilen zerstückelt kommen deine Kinder zu dir?
Wie viel Leid passt in dein Herz?
Wann vergeht dieser Schmerz?
Oh Vater aus Gaza,
Wir stehen in deiner Schuld
Für das Töten ohne Grund.
Verzeih unsere Tatenlosigkeit.
Das einzige was wir tun können
Ist boykottieren und protestieren
Aufklären und reden
Aber ist das denn genug?
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